Kompetenzzentren

Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung in der Pilotregion Kreis Wesel ( KsF)


Mit den Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung (KsF) geht die Landesregierung neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung. ( § 20 Abs.5 Schulgesetz NRW)
Ziel des Konzeptes, das seit dem Schuljahr 2008 /2009 in 20 Pilotregionen erprobt wird, ist es, mehr wohnortnahe, präventive Förderung von Schülerinnen und Schülern zu erreichen, die häufiger als bisher in den allgemeinen Schulen erfolgen soll. Dies entspricht auch den Leitideen der von der Bundesrepublik Deutschland 2009 ratifizierten UN-Charta zu den Rechten der Menschen mit Behinderungen.


Handlungsfelder des sonderpädagogischen Kompetenzzentrums


Diagnostik:
An der Schule am Ring sind Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik beschäftigt, die nahezu alle Fachrichtungen und alle Unterrichtsfächer vertreten. Dadurch ist ein umfangreiches Wissen abrufbar, das den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung trägt. In der Diagnostik ist es üblich, mit Beobachtungen und ausführlichen Gesprächen zu beginnen, so dass notwendige weitere Fachkompetenz eingebunden werden kann. Alle Personen bzw. Institutionen, die mit einem Kind arbeiten bzw. die beratend tätig sind, werden in den diagnostischen Prozess eingebunden. In der Regel werden einvernehmliche Entscheidungen vorbereitet.
Ein engmaschiges Beratungssystem mit den vorschulischen Einrichtungen, den weiteren Kompetenzzentren und den allgemeinen Schulen der Region wird ausgebaut. Hauptblickrichtung sind dabei Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung und Körperliche und Motorische Entwicklung. Hier sollen durch sogenannte Koordinierungssitzungen diagnostisch abgesicherte Bedingungen für eine optimale Förderung erörtert werden, um sie dann mit den tatsächlich vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten abzugleichen. Der gemeinsame Unterricht - auch in Einzelintegration - wäre somit eine neue Aufgabe für die Schule am Ring bei Schülerinnen und Schülern mit der Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung.

Beratung:
Die Beratung von Eltern, Mitarbeiten von Einrichtungen und Lehrern anderer Schulen hat traditionell einen großen Stellenwert - diese findet besonders im Rahmen von AO-SF statt. Festgelegte Sprechzeiten von Beratungslehrern in vorschulischen Einrichtungen und Schulen für Eltern, Lehrer und andere Mitarbeiter sollen ermöglichen, dass Schwierigkeiten möglichst frühzeitig benannt werden und Beratung im "Vorfeld" von zwingenden Entscheidungen stattfinden kann.


Prävention:
Die Prävention in bezug auf den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung kann bedeuten, dass durch frühe Erfassung von Kindern und frühe Bündelung von Maßnahmen die Entwicklungschancen für betroffene Menschen erhöht werden. Eine umfangreiche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kann möglich werden.
Prävention in bezug auf den Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung kann bedeuten, dass Bildungschancen gewahrt werden. Durch die frühzeitige optimale Versorgung mit apparativen und personalen Hilfen kann die Teilnahme am Unterricht der allgemeinbildenden Schule und zielgleichen Bedingungen möglich werden. Hier ist Eingliederung das oberste Ziel.


Prävention kann nur gelingen, wenn eine enge Verzahnung mit der Beratung besteht. Der Auf- und Ausbau hängt unmittelbar an den personellen Ressourcen.


Einen weiteren Baustein sehen wir in der Kooperation mit den nachschulischen Anbietern. Das von uns entwickelte Abschlussstufenkonzept als Zentrum zur individuellen Förderung erscheint uns ein gangbarer Weg.
Die Schule am Ring wird sich um den Personenkreis der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige und / oder motorische Entwicklung kümmern und Vernetzungen mit schulischen und außerschulischen Partnern aufbauen.
Unsere Kolleginnen und Kollegen werden Schüler aus dem Einzugsgebiet Stadt Wesel und Gemeinde Hamminkeln an verschiedenen Schulen beraten.
Das Konzept der Kompetenzzentren wird im Rahmen eines Schulversuchs erprobt, unter realistischen Bedingungen und ohne zusätzliche Ressourcen. Ziel ist die Ausgestaltung und Weiterentwicklung zu einem Gesamtkonzept sonderpädagogischer Förderung in einer Region.
Für weitere Fragen senden wir ihnen gerne unseren aktuellen Flyer oder beantworten die Anfragen direkt.

 

 

 

 

 

 

 



 
www.schule-am-ring.de